Kuriositäten von Platja d'Aro
Entdeckt in Platja d'Aro an der Costa Brava einen Ort mit zwei Gesichtern: modern und lebendig auf der einen Seite, geschichtsträchtig und charmant auf der anderen.
Hier sind einige spannende Fakten über diese Ecke des Baix Empordà:
- Der Name ist jünger als gedacht
Wisst, dass die Gemeinde offiziell Castell-Platja d'Aro heißt, der Küstenort jedoch ursprünglich Fanals d'Aro genannt wurde. Erst in den 1960er-Jahren, während des Tourismusbooms, wurde der Name in Platja d'Aro geändert, um attraktiver zu klingen. Ein echtes Marketing-Highlight vergangener Zeiten!
Besucht das historische Zentrum von Castell d'Aro, nur wenige Kilometer vom Strand entfernt, und entdeckt ein außergewöhnliches Museum, das ganz den Puppen gewidmet ist. Bestaunt mehr als 800 Stücke aus aller Welt und aus verschiedenen Epochen – ein nostalgisches Erlebnis mit Überraschungseffekt.
- El Cavall Bernat: ein einsames Wahrzeichen
Seht am Ende des Hauptstrandes einen etwa 7 Meter hohen Felsenmonolithen namens El Cavall Bernat. Bewundert dieses Wahrzeichen der Stadt, den letzten Überrest eines uralten Riffs, das über Jahrtausende vom Meer geformt wurde.
- Pioniere des Luxustourismus
Reist zurück in die 1920er-Jahre und entdeckt die Entstehung der Urbanisation S'Agaró direkt nebenan. Erlebt das vom Architekten Rafael Masó im noucentistischen Stil entworfene Projekt – das erste große exklusive Wohn- und Tourismusprojekt an der Costa Brava. Übernachtet an einem Ort, der Hollywood-Stars wie Elizabeth Taylor und Audrey Hepburn anzog.
- Der glamouröseste Abschnitt des Camino de Ronda
Spaziert auf dem Camino de Ronda zwischen Platja d'Aro und S'Agaró und genießt einen der schönsten und komfortabelsten Küstenwege Kataloniens. Geht auf einer eleganten Promenade mit Tunneln, Aussichtspunkten und steinernen Treppen.

Die Costa Brava zeigt sich im Herbst und Winter von einer besonders entspannten Seite. An klaren Tagen, mit ruhigerem Meer und weniger Gästen, entdeckt ihr Buchten, mittelalterliche Gassen und gemütliche Restaurants ganz ohne sommerliche Eile. Die Region eignet sich wunderbar für Paare, Naturliebhaber und alle, die Küstenlandschaften gern mit Kultur und gutem Essen verbinden.
In den kühleren Monaten laden Wander- und Radwege zu ausgedehnten Ausflügen ein, während sich die saisonale Küche immer wieder verändert. Packt eine zusätzliche Schicht für windige Stunden am Wasser ein und lasst in eurem Tagesplan Platz für einen spontanen Halt in einem Steindorf oder einem familiengeführten Restaurant.
Das solltet ihr unbedingt sehen:
Beginnt im Landesinneren: Peratallada und Pals verführen mit gepflasterten Gassen, alten Mauern und warm schimmernden Natursteinhäusern. In der ruhigeren Jahreszeit könnt ihr euch Zeit für kleine Details nehmen, durch Torbögen schlendern und auf stillen Plätzen verweilen, bevor ihr wieder Richtung Küste fahrt.
Dort erwarten euch die weissen Häuser und Fischerboote von Calella de Palafrugell, während die Burg von Begur weit über das Meer blickt. In Tossa de Mar führt euch ein Spaziergang durch die Vila Vella, deren mittelalterliche Mauern über der Küste thronen. Für einen ungewöhnlichen Einblick in die Kunstgeschichte lohnt sich Gala Dalí Castle in Púbol, das Dalí als fantasievollen Rückzugsort für Gala gestaltete. Bei kühlem, klarem Wetter ist auch der Aufstieg zur Burg Montgrí angenehm; oben reicht der Blick über den Empordà bis zu den Medes-Inseln. In Blanes könnt ihr zum Abschluss durch den Botanischen Garten Marimurtra spazieren und beim Templet de Linné hoch über dem Mittelmeer eine Pause einlegen.
Strände, die euch gefallen werden:
Auch ohne Badepläne bleibt die Küste reizvoll. In Calella de Palafrugell bietet sich ein gemütlicher Spaziergang am Wasser an, mit weiss getünchten Häusern und Booten als stimmungsvoller Kulisse. Die Buchten rund um Begur wirken wilder und eröffnen klare Ausblicke aufs Meer - besonders schön an einem ruhigen Herbst- oder Wintertag.
Wenn ihr mehrere Küstenbilder auf einmal erleben möchtet, folgt bei Palamós dem Camí de Ronda von la Fosca bis Platja de Castell. Unterwegs kommt ihr an cala s'Alguer vorbei, wo Fischerhäuschen der Küste einen ganz eigenen Charakter verleihen. Startet am Morgen für einen stillen Ausflug oder später am Tag, wenn das Licht über dem Meer weicher wird.
Aktivitäten für die ganze Familie:
Für einen entspannten Familientag eignet sich ein kurzer Abschnitt des Camí de Ronda. Geht in eurem eigenen Tempo, macht regelmässig Halt und beobachtet die Wellen oder erkundet eine kleine Bucht. Bei L’Estartit führen Wege durch die Feuchtgebiete von Basses d'en Coll; zu Fuss oder mit dem Rad könnt ihr dort nach Wasservögeln Ausschau halten, besonders in der Nähe des Sonnenuntergangs.
Wenn ihr gern aktiver unterwegs seid, radelt einen Teil der rund 100 Kilometer langen Greenway zwischen Olot und Sant Feliu de Guíxols. Die frühere Bahnstrecke führt durch abwechslungsreiche Landschaften vom Bergland Richtung Küste. Ältere Kinder und abenteuerlustige Erwachsene können den Windkanal in Empuriabrava ausprobieren; ein Ballonflug über dem Empordà ist ein unvergessliches Erlebnis für Frühaufsteher.
Lokale Spezialitäten, die ihr probieren müsst:
Im Winter steht das Essen ganz im Zeichen der Saison. Von Januar bis März feiert die Garoinada de Palafrugell Seeigel - in Palafrugell, Calella, Llafranc und Tamariu. An der Küste schmecken suquet de peix und Garnelen aus Palamós besonders gut; im Landesinneren gehören Reis aus Pals und mar i muntanya, die herzhafte Kombination von Meeresfrüchten und Fleisch, auf euren Speiseplan.
Im Herbst kommen Wildpilze auf den Tisch, und an kalten Tagen wärmen Gerichte wie Gans mit Rüben. In Peratallada serviert das familiengeführte Can Bonay seit 1936 Küche aus dem Empordà und ist für Gans und Wildgerichte bekannt. In Palamós stellt La Salinera, ausgezeichnet mit einem Michelin Bib Gourmand, den Fisch und die Meeresfrüchte des Tages in den Mittelpunkt. Rundet das Essen mit crema catalana und einem Glas Wein aus dem Empordà ab.
Holt das Beste aus eurem Besuch heraus:
Die Costa Brava ist auch ein guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge - ob euch Stadtgassen, Dalís Welt oder antike Geschichte locken. Die ungefähren Fahrzeiten unten gelten ab Palamós und können je nach Verkehr und genauem Startpunkt variieren.
- Girona (etwa 45 Minuten): Entdeckt das jüdische Viertel, die Kathedrale und die farbenfrohen Häuser am Onyar.
- Figueres (etwa 1 Stunde): Besucht das Teatre-Museu Dalí, Teil des Dalí-Dreiecks mit Púbol und Portlligat.
- Sant Pere de Rodes (etwa 1 Stunde 20 Minuten): Erkundet das romanische Kloster mit Blick Richtung Cap de Creus.
- Empúries (etwa 50 Minuten): Schlendert durch griechische und römische Ruinen direkt am Meer.
